Sexueller Missbrauch in Ahrensburg

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 09. Januar 2014 um 23:51 Uhr

Willkommen auf der Homepage der Initiative

Missbrauch in Ahrensburg

Hier finden Sie Informationen zu den im Frühjahr 2010 an die Öffentlichkeit gelangten Vorgängen in der evangelischen Kirche Ahrensburg Hagen und Ansprechpartner, falls Sie selbst Betroffene oder Betroffener von sexuellen Übergriffen in Ahrensburg sind.

Außerdem laden wir Sie alle herzlich ein, sich an der aktuellen Diskussion um die Vorgänge in Ihrer Kirchengemeinde zu beteiligen.


Seit dem März 2010 sind auch andere Fälle in Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch innerhalb der evangelischen Kirche an die Öffentlichkeit gelangt. Presseberichte zu Ahrensburg und anderen Fällen finden Sie unter

Presse & TV

 

Entwicklungen im Aufarbeitungsprozess

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 11. März 2014 um 17:19 Uhr

ZWISCHENSTAND: 11.03.2014


Aufarbeitung (1.Kommission)

Die von der Nordkirche beauftragte unabhängige Experten-Kommission wird ihren Bericht später als erwartet an ihre Auftraggeberin ausliefern. Der Umfang der Arbeiten soll größer gewesen sein als erwartet. - Nach der eigenen Befassung mit den Ergebnissen, wird die Nordkirche voraussichtlich im Juni/Juli 2014 Teile des Kommissionsberichtes veröffentlichen.


"Entschädigung" (2.Kommission)

Auf der Synodentagung zum Monatswechsel Februar/März 2014 in Travemünde hat sich die Nordkirche mehrere Stunden mit dem Thema Missbrauch beschäftigt. U.a. berichtete Bischöfin Kirsten Fehrs über die individuellen Auseinandersetzungen mit Betroffenen. Nach intensiven Kontakten sei es in vielen Fällen zu Ergebnissen gekommen.


Versöhnungsgottesdienst

Schon bevor der Untersuchungsbericht der Aufarbeitungskommission zur Kenntnis genommen bzw. veröffentlicht wird, will die Kirche im Mai 2014 in Hamburg einen Versöhnungsgottesdienst feiern und führt dies auf den Wunsch eines ehemaligen Opfers zurück. (Veranstaltungshinweis folgt.)


Disziplinarverfahren / Kirchengerichtsverfahren

Nachdem mehrere Kammern des ehrenamtlichen Kirchengerichts der Nordelbischen Kirche und später Nordkirche das Verfahren mit dem Ruhestandsgeistlichen Pastor H. aus Ahrensburg nicht zum Abschluss bringen konnten, ist der Vorgang weiterhin bei der entsprechenden Stelle der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) anhängig. Auch mittlerweile im Jahr 2014 müssen Betroffene und Zeugen mit einer kirchengerichtlichen Vorladung zur persönlichen Aussage rechnen.


Vieles bleibt zur Zeit noch offen.


Mahnwache

Seit November 2010 finden in Ahrensburg regelmäßig "Mahnwachen gegen das Vergessen" statt. Immer am ersten Montag des Monats treffen sich von 19 Uhr bis 20 Uhr Menschen aus Nah und Fern am Kirchsaal Hagen (Hagener Allee 167, Ahrensburg), um an den "offenen Posten" zu erinnern und sich auszutauschen.


Prozessverantwortliche/r weiterhin vermisst

Viele offene Fragen und eine offenbar zerrüttete Gemeinde haben bis heute keine Aussicht auf einen aktiven und beteiligenden "Aufräum-Prozess". Als ein weiterer Anstoss wird eine öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung von und mit der Betroffeneninitiative erwogen. Dabei kann es gleichermaßen um den Ursprung des Missbrauchsskandals, wie auch um die Draufsicht auf den Aufarbeitungsprozess seit 2010 gehen. (Veranstaltungshinweis folgt.)

   

Missbrauch - Ein Thema für die große Koalition

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 08. Dezember 2013 um 10:19 Uhr

28.11.2013

Im abschließend verhandelten Koalitionsvertrag ist folgende Textpassage zu sexuellem Kindesmissbrauch enthalten:

 

Insbesondere im Interesse minderjähriger Opfer sorgen wir dafür, dass Sexualstraftaten

deutlich später verjähren, weil viele Opfer oft erst nach Jahren und Jahrzehnten

über das Geschehene sprechen und gegen die Täter vorgehen können. Die strafrechtliche

Verjährung von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche soll zukünftig

nicht vor dem 30. Lebensjahr der Missbrauchsopfer einsetzen. Wir stellen

ausdrücklich klar, dass ein sexueller Übergriff gegen den faktisch entgegenstehenden

Willen eines behinderten oder sonst widerstandsunfähigen Opfers als besonders

schwerer Fall des sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen anzusehen

ist. Um einen lückenlosen Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen

zu gewährleisten, wollen wir den Straftatbestand des sexuellen Missbrauchs

von Schutzbefohlenen des § 174 StGB erweitern.

Die Tätigkeit des Unabhängigen Beauftragten für die Fragen der sexuellen Gewalt

gegen Kinder und Jugendliche wird gesichert. Dabei werden wir die Betroffenen beteiligen

und die unabhängige Aufarbeitung der Vergangenheit sicherstellen.

Der bestehende Hilfefonds für Betroffene aus dem familiären Bereich wird gemeinsam

mit den Kirchen, Ländern, Verbänden und Institutionen im Rahmen ihrer Verantwortung

zu einem Fonds für Betroffene aus dem familiären und institutionellen

Bereich weiterentwickelt. Dazu wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die bis Mitte des

Jahres 2014 für das bestehende, erweiterte Hilfesystem einen Umsetzungsvorschlag

vorlegen soll.

Wir werden die finanzielle Leistungsfähigkeit des Fonds für die Heimkinder Ost sicherstellen.

   

Missbrauchsfälle in der evangelischen Kirche Deutschland

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 21. März 2012 um 05:47 Uhr

Hier finden Sie eine Übersicht über andere Fälle sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche - nach den einzelnen Bundesländern geordnet

 

http://www.missbrauch-in-ahrensburg.de/presse-und-tv/faelle-in-anderen-evangelischen-landeskirchen-deutschlands.html

   

2013-01-16 Expertenkommission

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. Februar 2013 um 01:22 Uhr


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Untersuchung der Missbrauchsvorwürfe in der Nordkirche

Kommission hat Arbeit aufgenommen


Die unabhängige ExpertInnenkommission zur Untersuchung der Missbrauchsvorwürfe in der Nordkirche hat ihre Arbeit aufgenommen. Ihr gehören  die Dipl. Päd. Ursula Enders, Begründerin und fachliche Leiterin von Zartbitter Köln, Petra Ladenburger, Rechtsanwältin und Lecturer der Fachhochschule für Angewandte Sozialwissenschaften, Köln, Martina Lörsch, Rechtsanwältin aus Bonn und der Hamburger Erziehungswissenschaftler Dr. Dirk Bange an.


Im Dialog mit der Kirchenleitung hat die Kommission zwei Arbeitsaufträge erarbeitet: Die Untersuchung beinhaltet einen juristischen und soziologischen Teil. Die juristische Untersuchung beschäftigt sich mit dem tatsächlichen Ausmaß grenzverletzenden Verhaltens und sexuellen Missbrauchs, individuellen und strukturellen Verantwortlichkeiten und nimmt eine straf- und disziplinarrechtliche Bewertung der Missbrauchsfälle in den Gemeinden der Nordkirche vor. Dies beinhaltet auch eine Untersuchung und Bewertung des Verhaltens kirchlicher Funktionsträger. Im soziologischen Teil wird untersucht, welche kirchlichen Strukturen die Taten begünstigten und welche Auswirkungen die sexuelle Ausbeutung junger Mädchen und Jungen und der Umgang mit der Aufdeckung auf das heutige Leben der Kirchengemeinden haben. Die Erkenntnisse werden die Grundlage für die Entwicklung von Qualitätsstandards für den Umgang mit Fällen sexualisierter Gewalt bilden. Es sollen Vorschläge für eine Ausgestaltung der Anerkennung und Unterstützungsleistungen, der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in Gemeinden und für die Entwicklung präventiver institutioneller Strukturen erarbeitet werden.


Die Kommission hat von der Nordkirche das Urheberrecht an dem Bericht der Kommission vertraglich zugesichert bekommen. Die Kirche hat das Recht, ihn zu veröffentlichen und hat dies auch zugesagt. Wenn gekürzt wird, muss das kenntlich gemacht werden.


Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist die Untersuchungskommission auf die Mitwirkung von Betroffenen, Angehörigen, Gemeindemitgliedern und kirchlichen MitarbeiterInnen angewiesen und nimmt Hinweise, die Missbrauchsvorfälle in Gemeinden der Nordkirche betreffen, gerne entgegen. Eine Weiterleitung personenbezogener Informationen an die Kirchenleitung erfolgt nur mit Zustimmung der Betroffenen.

 


Kontakt:
Kanzlei Petra Ladenburger
Neusser Str. 455
50733 Köln
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Tel. 0221 – 973128-10

Fax 0221 - 973128-55


http://untersuchung-missbrauch-nordkirche.de/


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